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Avad

Sonnenkönig Avad trifft Aloy zum ersten Mal

Der strahlende Avad, Dreizehnter Sonnenkönig des Carja-Stammes, ist der absolutistische Anführer der Carja.

Er ist der direkte männliche Nachfahre des ersten Sonnenkönigs Araman und sitzt zum Zeitpunkt von Horizon Zero Dawn seit etwas mehr als zwei Jahren auf dem Sonnenthron von Meridian. Seine offizielle Anrede lautet "Strahlender". Als Sonnenkönig gilt er bei den Carja als Auserwählter der Sonne, somit als Vertreter der obersten Carja-Gottheit. Sein Wort ist Gesetz, sein Wille absolut und seine Entscheidungen unfehlbar.

Avad erlangte im Jahr 3036 die Macht, nachdem er sich gegen seinen Vater, den verrückten Sonnenkönig Jiran, aufgelehnt hatte. Dieser hatte in seinem Wahnsinn zehn Jahre lang Krieg gegen die benachbarten Stämme geführt, um Blutopfer zur Besänftigung der Sonne zu erbeuten. In seiner Paranoia tötete Jiran jeden, der ihm widersprach und machte sogar vor seinem ältesten Sohn, dem Kronprinzen Kadaman, nicht halt. Avad floh nach dem Tod seines Bruders aus Meridian und verbündete sich mit Carja-Rebellen und Oseram-Freibeutern unter dem Kommando Ersas. Ersa hatte er Jahre zuvor als Palastsklavin in Meridian kennen gelernt und ihr zur Flucht verholfen. Zusammen schlugen sie die Truppen Jirans und eroberten Meridian. Avad selbst tötete seinen Vater, um dessen Schreckensherrschaft zu beenden, nachdem dieser sich weigerte, friedlich zu kapitulieren.

Im Anschluss leitete Avad einen radikalen Kurswechsel ein. Er schafte die Sklaverei ab, beendete die Angriffe auf die Nachbarstämme, schloss Frieden und ein Bündnis mit den Oseram und bemühte sich auch um eine Verbesserung der Beziehungen mit den Nora. Meridian wurde für alle Menschen, egal welcher Herkunft, geöffnet und viele ehemalige Sklaven ließen sich in der Stadt nieder. Außerdem verfügte Avad die Abschaffung aller Gesetze, die Frauen diskriminierten. Avads Herrschaft wurde von der Allianz mit Ersa gestützt, die seine Garde kommandierte. Zwischen den beiden entstand eine heimliche Liebschaft, die Avad aber nicht öffentlich machen konnte.

Avad bemühte sich so sehr um Ausgleich und den Erhalt des zerbrechlichen Friedens, dass seine schärfsten Kritiker ihm vorwarfen, er sei zu weich. Vor allem lehnte er es ab, die ins Exil nach Sonnenfall geflohenen Anhänger seines Vaters konsequenter zu verfolgen und zu vernichten. Doch das Sonnenreich war zu schwach, um die Hälfte des Stammes militärisch zu besiegen. Außerdem befanden sich seine Mutter und sein jüngerer Bruder Itamen in der Hand von Jirans Anhängern. Stattdessen schloss er einen wackligen Waffenstillstand mit ihnen, um Zeit zu gewinnen, seine Herrschaft zu festigen und die Abtrünnigen vom neuen Kurs zu überzeugen. Er änderte auch die Rechtssprechungspraxis im Carja-Reich, da er daran glaubt, dass Menschen sich ändern können.

2039 lernte er die Nora-Maschinenjägerin Aloy kennen, die ihn sehr beeindruckte. So sehr, dass er nach Ersas Tod Aloy unpassenderweise sogar an ihre Stelle setzen wollte. Aloy spielte eine entscheidende Rolle in der finalen Phase des Carja-Bürgerkrieges und in der Schlacht um Meridian, zwischen den beiden entstand eine auf Respekt und Anerkennung aufbauende Freundschaft.

Charakter Bearbeiten

Avad ist nach allen verfügbaren Informationen das genaue Gegenteil seines Vaters in dessen letzten Jahren - er ist ein fähiger, reformfreudiger Herrscher mit einer Zukunftsvision für sein Volk und das Verhältnis zu den Nachbarstämmen. Er weiß, wann er einen Fehler gemacht hat und ist sich nicht zu fein, dafür - unter vier Augen, denn ein König entschuldigt sich eigentlich nicht - um Verzeihung zu bitten. Er weiß auch, dass er nicht unfehlbar ist und bemüht sich, weise zu regieren und die Bodenhaftung zu bewahren. Der Frieden ist ihm wichtiger als Stolz oder Vergeltung, er sucht den Ausgleich, ist nachsichtig mit seinen Kritikern, wägt die Empfehlungen seiner Berater in seinen Entscheidungen mit ab und trachtet danach, die Distanz zwischen dem Sonnenthron und seinem Volk zu verringern. Gleichzeitig ist er sich der angespannten Situation und den Zwängen der Traditionen bewusst und ändert die Gepflogenheiten - abgesehen von einigen unverzichtbaren Sofortmaßnahmen wie der Abschaffung der Sklaverei und der Blutopfer - nur allmählich. Da er unter den Carja wie seine Vorgänger als unnahbare, unfehlbare Halb-Gottheit gilt, bemüht er sich um Kontakte zu Außenstehenden wie Ersa, Erend und Aloy, um eine äußere Sicht auf seine Herrschaft zu bekommen.

Obwohl Avad Verhandlungen im Konfliktfall der Gewalt vorzieht, ist er auch bereit, sich Feinden direkt zu stellen. Als die Eklipse Meridian im Jahr 3040 angriff, kommandierte Avad die Verteidigung Meridians. In einem unüberlegten Moment war er sogar bereit, sich Helis direkt zu stellen, doch Aloy hinderte ihn daran, da sie wusste, dass Avad keine Chance gegen den kampferfahrenen und skrupellosen Helis hätte.

Der Ehrenwerte Marad bezeichnet Avad gegenüber Aloy als den Sonnenkönig, den das zerissene Carja-Sonnenreich nach zehn Jahren Krieg braucht: eine leuchtende Flamme und keine lodernde Feuersbrunst.

Familie Bearbeiten

Da Avad noch sehr jung ist, ist er unverheiratet und hat keine Kinder. Er hat einen jüngeren Bruder im Kindesalter, Itamen, der bis auf Weiteres der Kronprinz ist. Sein Vater und sein älterer Bruder sind tot, seine Mutter indes noch am Leben. Sie wurde kurz vor dem Fall Meridians während Avads Rebellion zusammen mit Itamen von seinem Vater Helis Obhut anvertraut und von diesem nach Sonnenfall gebracht. Dort wurde Itamen als Marionetten-Gegenkönig installiert und wie seine Mutter praktisch gefangen gehalten. Aloy hat im Verlauf von HZD in der Nebenquest Das Gambit der Königin die Gelegenheit, Itamen und die Königswitwe zu befreien und nach Meridian zu bringen.

Für Ersa hegte Avad tiefergehende Gefühle, die diese offenbar erwiderte. Doch eine Verbindung des Sonnenkönigs mit einer Oseram hätte zum Aufstand geführt, daher war die Beziehung geheim. Ersas Tod traf Avad hart und in einem unüberlegten Moment seiner Trauer bot er Aloy praktisch Ersas Platz an seiner Seite an. Aloy erkannte den Fehler, den Avad im Begriff war zu tun und lehnte ab.