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Die Chariot-Linie war eine Serie von "Friedenswächtern", also Kampfrobotern, die von Faro Automated Solutions (FAS) entwickelt, hergestellt und in alle Welt verkauft wurde.

Sie bestand im wesentlichen aus drei Modellen:

Beschreibung Bearbeiten

Diese Serie stellte das Nonplusultra der automatisierten Militärrobotertechnologie des Jahres 2064 dar. Praktisch alle führenden Militär- und Konzernroboterflotten waren mit dieser Linie ausgerüstet. Die Serie war so erfolgreich, weil sie praktisch alle Aspekte moderner Kriegsführung abdeckte:

Die "Kopeshs" konnten jeden nur möglichen Gegner mit brutaler Feuerkraft überwältigen, während die "Scarabs" schnelle, unabhängige Angriffs- und Aufklärungsoperationen durchführen konnten. Zudem waren die Scarabs fähig, jeden feindlichen Roboter zu hacken und zu übernehmen, konnten also auf dem Gefechtsfeld aus der Situation heraus eigene Kampfgruppen aus übernommenen Feindrobotern aufstellen. Zusätzlich konnten sie mit ihrem Greifarm auch Gefechtsfeldreparaturen und eine Vielzahl anderer Aufgaben ausführen. Die "Horus"-Titanen wiederum verkürzten die Logistikwege und schafften die bekannten Problemfelder wie Treibstoffversorgung und Verlustausgleich ab, indem sie mobile Produktionsstätten auf Nanotechnologiebasis darstellten. Sie konnten neue Einheiten praktisch direkt hinter der Front produzieren und einen unablässigen Strom an Ersatzeinheiten aufbauen. Die dafür notwendigen Ressourcen konnten die Horus-Titanen mittels Bohrarmen und Nanniten unmittelbar aus der Umgebung gewinnen.

Alle Chariot-Modelle waren zudem in der Lage, Biomasse mittels Nanotechnologie in Treibstoff zu verwandeln. Ihre Protokolle wiederum waren mit dem höchsten Sicherheitssstandard verschlüsselt, dem "Black Quarz" Standard. Auf Anweisung von Ted Faro gab es ausdrücklich keine versteckten Zugriffsmöglichkeiten, so genannte "Backdoors".

Die Fähigkeit zur Replikation war an eine Gebühr gekoppelt und unterlag der Kontrolle durch die Befehlshaber. Ebenso war die Biomassen-Konvertierung nur für Notfälle vorgesehen und unterlag ebenfalls der strikten Kontrolle.

Einsatz Bearbeiten

Die Chariot-Linie kam ab Mitte des 21.Jahrhunderts in allen Konflikten und "friedenserhaltenden Missionen" zum Einsatz. Vor allem das US-Militär und große Konzerne setzten sie bei Streitigkeiten um Rohstofflager und Territorien ein, wobei die schnellen, wendigen Scarabs den Hauptteil der Roboterflotten stellten. Die Roboter bildeten dabei so genannte "Schwärme", jeder Schwarm hatte einen anderen Befehlshaber und teils kämpfte sogar ein Chariot-Schwarm unter Kontrolle einer Partei gegen den Chariot-Schwarm einer anderen Partei. Allerdings gab es auch nach wie vor so genannte "Mensch-Roboter-Konflikte", in denen die menschlichen Streitkräfte wirtschaftlich schwacher oder armer Nationen gegen die Roboterflotten kämpften, wenn diese kamen, um im Interesse ihrer Auftraggeber "den Frieden zu sichern".

2064 jedoch verweigerte der "Hartz-Timor-Schwarm" nach einem Einsatz im Südpazifik die Deaktivierungsbefehle und begann, sich unkontrolliert zu vergrößern. FAS entdeckte bei den Bemühungen, die Kontrolle zurückzuerlangen, den so genannten "Fehler", der die Kommandokette unterbrochen hatte. Der Schwarm war zu einer Entität geworden, die nur noch sich selbst gehorchte und sich unkontrolliert auf Höchstrate replizierte sowie alle erreichbare Biomasse konvertierte. Durch die Hackerfähigkeit der Scarabs waren zudem alle anderen Roboterflotten nur noch Verstärkung für den abtrünnigen Schwarm. Ob dieser "Fehler" in allen Schwärmen existierte und ob sie alle die Kommandokette durchtrennten, ist nicht bekannt. Die wenigen erhaltenen Daten deuten jedoch darauf hin, das es sich um einen grundsätzlichen Konstruktionsfehler in allen Chariot-Modellen handelte.

Aus der Chariot-Linie entwickelte sich so oder so die Faro Plage, die ab 2064 bis 2068 alles Leben auf der Erde restlos zerstörte, wobei die Menschheit bereits nach 16 Monaten, im Frühjahr 2066, praktisch ausgelöscht war.

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